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Denken

Computerspiele und Gewalt

20. April 1999: Zwei Schüler stürmen in eine Schule und und erschießen zwölf Mitschüler sowie einen Lehrer.

26. April 2002: Ein Schüler bringt 13 Lehrer und zwei Mitschüler um.

Wer hat Schuld? Immer wieder werden die gleichen Medien beschuldigt: Musik, Filme, Computerspiele. Wenn ich mir deutschen Hip Hop anhör, versteh ich, dass die Leute durchdrehen. Was die für Müll reden, von ihren Gethos, wie hart sie drauf sind und wie gefährlich. Nach fünf Jahren USA kann ich nur sagen, die Typen haben absolut keine Ahnung wovon sie eigentlich reden und zudem sind sie auch ganz schöne Weicheier. Aber zurück zum Thema. Es wird gerade überlegt, gewaltverherlichende Computerspiele zu verbieten. Abgesehen davon, dass dies unmöglich ist, da man sich diese Spiele auch im Ausland kaufen kann bzw. aus dem Internet herunterladen kann, ist diese Idee schwachsinn. Die Bevölkerung tut gerade so, als hätte es vorher keine Gewalt gegeben. Ich habe dazu nur ein kurzes Ding zu sagen. Auf jedem Spiel steht eine Altersbegrenzung drauf. Dies hat einen Grund, nämlich dass man keine Grundschüler Spiele wie Carrmageddon, GTA - San Andreas, etc. spielen lässt. Das gleiche gilt auch für Filme. Ich setzte keinen Säugling vor die Glotze und lass es Texas Chain Saw Massacre anschauen. Es gibt beim Menschen ein Lernverhalten in dem er die Umwelt zu verstehen beginnt. Ich glaube kaum dass es empfehlenswert ist, in diesen Prozess sinnlose Gewalt mit einzubeziehen. Oft hab ich in America im Kino gesessen und mir alle neuen Horrorfilme eingeschmissen. Meine 17-jährigen Freunde durften nicht rein, nur in Begleitung der Eltern, ich war zum Glück schon über 18. Was mich aufregte, dass man in der Spätvorstellung (ab 22 Uhr) öffter mal Mütter mit Kinderwagen und einem Schreihals im Arm gesehen hat, bzw. einen 5-jährigen, der wie die Babies die ganze Zeit am heulen ist. In einer Szene aus Steven Kings Dreamcatcher wurde ein Mann in zwei Teile zerrissen. Das kleine Kind, welches mit seiner Mutter direkt vor mir saß, fing an zu weinen und schreien. Die Mutter beruhigte es mit folgender Aussage: "Bleib ruhig, nicht heulen, das ist alles völlig normal!" So, und dann wundert man sich über Amokläufer? Passiert etwas sind es immer alle anderen, Fernsehen, Filme, Musik, Computerspiele. Die Frage ist aber, wer erzieht die Kinder, wer gibt ihnen diese Medien in die Hand, wer lässt zu, dass sie sich so etwas reinzwängen? Man kann passiv daneben stehen und sich wundern, was woll das eigene Kind macht oder wieso es sich plötzlich eine Waffe besorgt hat. Schlimmer jedoch, wo kommt die Waffe her? Häufig sind es Jagdwaffen der Eltern, bzw. einfach gesammelte Waffen der Verwandschaft. Eltern setzten ihre Kinder häufig vor Computer oder Glotze um sie zu beschäftigen. Damit ziehen sie sich gerne aus der Verantwortung ihres erzieherischen Auftrags. Wenn dann das Kind durchdreht entziehen sie sich noch weiter in dem sie dem elektronischen Kindermädchen die Schuld aufladen. Marylin Manson wurde mal gefragt, was er zu Kindern, welche sich wie die Amokläufer von der Gesellschaft zurückziehen und gefahr laufen, selbst welche zu werden. Seine Antwort war "Nichts, ich würde ihnen einfach zuhören". Eine noble Antwort. Wenn man sieht, wieviele Eltern den tatsächlichen Kontakt zu ihren Kindern verlieren und die familiäre Beziehung oberflächlich werden lassen, kann man nur sagen, ein Chaos-Musiker wie Manson wäre vielleicht ein besserer Vater als viele anderen.

4.12.06 11:17


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